Ökostrom wird immer beliebter und das hat zahlreiche Gründe. Immer mehr Menschen entscheiden sich für diesen ökologisch erzeugten Strom, um ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Mit diesem Stromwechsel spart der durchschnittliche Haushalt Angaben zufolge 1,5 – 2 Tonnen Kohlendioxid jährlich. Dies wird anschaulicher, wenn man bedenkt, dass ein Mittelklassewagen mit einer Laufleistung von etwa 12.000 km pro Jahr diese Menge produziert.

light-311119_640Aufgrund ständig steigender Strompreise ist der Ökostrom heute auch nicht viel teurer als „gewöhnlicher“ Strom. Es empfiehlt sich im Internet die Stromanbieter zu vergleichen und sich den jeweiligen Tarif berechnen zu lassen. Dazu muss bei einem Tarifrechner der jährliche Verbrauch, der Standort, die Kundengruppe (Privat- oder Geschäftskunde) und die Art der Energiequelle angegeben werden. Bei Ökostrom sind das alternative Energiequellen wie Wasser, Solarenergie, Windkraft oder Biomasse, d.h. 100% regenerative Energien und damit umweltschonend.

Damit auch gewährleistet bleibt, dass es sich definitiv um Ökostrom handelt, sind die einzelnen Gütesiegel zu beachten. Es existiert das “o.k.Power Zertifikat“, welches mit dem Ökoinstitut e.V, dem WWF und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen ergeben wird und gewährleistet, dass auf regenerativer Basis nach Mindestregeln gefördert wird. Hinzu kommt das “Grüner Strom Label“, das nach Grad der erneuerbaren Energien unterscheidet. Ein Anbieter, der 50 % regenerative Energiequellen nutzt und 50 % aus der Kraft-Wärme-Kopplung erhält das Silberne Label verliehen und bei 100 % erneuerbarer Energie das Goldene.

Das „Gütezeichen Ökostrom“ wurde von Bayern kreiert und entspricht dem Silbernen Label. Das TÜV-Zertifikat wird nur bei der Nutzung von 100 % regenerativen Energiequellen vergeben, bei denen mindestens 25 % aus Neuanlagen kommen. Bekannte Anbieter des Ökostroms sind Lichtblick, Greenpeace Energy, Naturstrom AG und die Strommixer. Außer ihnen bieten auch viele Großkonzerne Ökostrom an. Vor dem Wechsel empfiehlt sich aber immer ein Tarifvergleich und die Überprüfung der Verfügbarkeit.

Das beste am Ökostrom ist das gute Gefühl beim Licht einschalten, so weiß man sehr wohl, dass dieser Strom nicht atomar produziert wird, sondern sich meist ein Windrad dreht, welches man scheinbar durch das Betätigen eines Schalters in Bewegung setzt. Dieses Gefühl zu erlangen ist den geringen Aufpreis beim Strompreis für Ökostrom auf jeden Fall wert.